Herzlich willkommen im Hodenkrebszentrum am AKH Celle!

Eine Diagnose wie „Hodenkrebs“ trifft häufig überraschend und oft in einem Lebensabschnitt auf, in dem man sich gesund fühlt und Pläne für die Zukunft schmiedet. Solch eine Erkrankung kann Ängste und Fragen aufwerfen: Was bedeutet der Verlust eines Hodens? Was ist mit Fertilität und Familienplanung? Wie geht es weiter mit Therapie und Lebensqualität?

Wir möchten, dass Sie sich bei uns verstanden, informiert und bestens betreut fühlen. Bei uns stehen Sie als Mensch im Mittelpunkt – vom Verdacht über Diagnostik und Therapie bis hin zur Nachsorge und Begleitung.

Hodenkrebs ist zwar insgesamt selten (etwa 4000 Neuerkrankungen/Jahr in Deutschland), zählt aber bei jungen Männern im Alter von 20 bis 44 Jahren zu den häufigsten Tumorarten. Meist handelt es sich um Keimzelltumoren mit guter Heilungschance – vorausgesetzt, sie werden früh erkannt und optimal behandelt.

1. Verdachtsdiagnose und Erstabklärung

Meist beginnt der Weg über einen Tastbefund oder Beschwerden wie Schwellung, Druckgefühl oder Schmerzen im Hodensack.

In unserer Urologie führen wir eine Ultraschalluntersuchung des Hodens durch und bestimmen Tumormarker im Blut, um Hinweise auf die Tumorart und den Schweregrad zu gewinnen.

Parallel erfolgt eine CT-Untersuchung, um zu prüfen, ob der Tumor bereits Metastasen entwickelt hat.

2. Operation – Hodenentfernung (Orchiektomie)

Wenn der Verdacht auf Hodenkrebs besteht, wird der betroffene Hoden über einen Leisten­schnitt entfernt. So lässt sich sowohl die Diagnose sichern als auch eine wirksame Therapie einleiten.

Auf Wunsch bieten wir eine Hodenprothese an, um das äußere Erscheinungsbild zu erhalten.

Vor der Operation empfehlen wir, bei bestehendem Kinderwunsch eine Spermienkonservierung (Kryokonservierung) in einem Kinderwunschzentrum zu erwägen – die Samenproduktion kann bei bis zu 50 % der Patienten beeinträchtigt sein.

Ein einzelner Hoden reicht oft aus, um ausreichend Testosteron zu produzieren. Sexualität und Potenz bleiben in der Regel erhalten.

3. Weiterführende Therapie je nach Tumorart und Stadium

Nach der Operation wird das weitere Vorgehen individuell festgelegt, basierend auf der Tumorart, dem Stadium und Ihrer allgemeinen Gesundheit.

Weiterführende Therapien

4. Interdisziplinäre Betreuung und Unterstützung

Ihr Behandlungsplan entsteht in Tumorkonferenzen, in denen Urologie, Onkologie, Radiologie, Pathologie und weitere Fachrichtungen gemeinsam die optimale Strategie entwickeln.

Neben der medizinischen Versorgung bieten wir Ihnen umfassende Unterstützung:

Psychoonkologie zur emotionalen Begleitung

Sozialdienst für Fragen von Reha, Pflege und Kosten

Wir stellen sicher, dass Sie nicht nur medizinisch, sondern auch menschlich bestmöglich begleitet werden.

Ansprechpartner

Leiter des Hodenkrebszentrums

Dr. med. Yannick Lippka
Chefarzt der Urologie, Kinderurologie und roboterassistierte Urologie

Koordinator des Hodenkrebszentrums

Dzimitry Karukin
Assistenzarzt der Urologie

Kontakt / Termin vereinbaren

Perihan Alakus
Perihan Alakus

Sekretariat Urologie, Kinderurologie und roboterassistierte Urologie

Fax: 05141 72-1459

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