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Apotheke des AKH Celle

Die qualitativ hochwertige Therapie der Patienten mit Arzneimitteln im Krankenhaus ist ein wichtiger Bestandteil ihrer Behandlung. Ein Team aus Apothekern, PTA, PKA und Logistikmitarbeitern trägt dazu im Rahmen zertifizierter Prozesse bei der Auswahl, Beschaffung, Bevorratung, Abgabe an und Anwendung am Patienten bei. Unsere Krankenhausapotheke ist zertifiziert.

Das Leistungsspektrum unserer Krankenhausapotheke umfasst im Wesentlichen drei Säulen:

KLINIKVERSORGUNG

Die primäre Aufgabe unserer Krankenhausapotheke ist die zeitnahe und wirtschaftliche Versorgung unserer Patienten von insgesamt zwei Krankenhäusern und fünf Rettungsdiensten mit Arzneimitteln, Infusions-, Ernährungslösungen, Röntgenkontrastmittel, in-vitro-Diagnostik und apothekenüblichen Medizinprodukten. Im Rahmen der regelmäßig stattfindenden Arzneimittelkommissionsitzungen werden die Arzneimittel zusammen mit den Chefärzten der Kliniken nach Qualitäts- und Kostengesichtspunkten besprochen und in einer hauseigenen Arzneimittelliste zusammengestellt. Der Apothekenleiter bzw. sein Stellvertreter sind Geschäftsführer der Arzneimittelkommission.

Insgesamt hält unsere Krankenhausapotheke eine ausreichende Menge an ca. 1.300 Arzneimitteln vorrätig. Daneben umfasst das Lagersortiment auch verschiedene Notfallprodukte, u. a. zur Therapie von Vergiftungen, von schweren bakteriellen Infektionen oder zur Prophylaxe viraler Erkrankungen. Außerdem dokumentieren unsere Apothekenmitarbeiter die Lagerung und Abgabe von chargendokumentationspflichtigen Blutprodukten, z.B. Gerinnungspräparaten.

Vor der Abgabe von verschreibungspflichtigen Arzneimitteln werden – aufgrund einer europäisch verbindlichen Fälschungsschutzrichtlinie – der Data-Matrix Code auf den Verpackungen eingescannt, in einer speziellen Sicherheitsdatenbank überprüft und erst nach elektronischer Freigabe an unsere Stationen und Funktionseinheiten ausgeliefert.

Im Rahmen halbjährlicher „Stationsbegehungen“ überprüfen die Apotheker auf den Stationen und Funktionseinheiten der versorgten Krankenhäuser und bei den Rettungsdiensten die Haltbarkeit, Lagerung und Vorratshaltung von Arzneimitteln.

ARZNEIMITTELHERSTELLUNG

Den größten Teil der Arzneimittel bezieht unsere Krankenhausapotheke direkt vom pharmazeutischen Hersteller. Für einige besonders komplexe oder schwierig zu behandelnden Erkrankungen oder für den Einsatz spezieller Dosierungen stellen unsere Apotheker und PTA die gewünschten Arzneimittel selbst her.

Beispiele sind:

  • Zytostatikalösungen für onkologische Patienten
  • Parenterale Ernährung für unsere Früh- und Neugeborenen
  • Schmerzpumpen für postoperative Patienten mit großen chirurgischen Eingriffen
  • Injektionslösungen für eine spezielle Immuntherapie für Patienten mit Wespen-/ Bienengiftallergie
  • für unsere Patienten der Pädiatrie in geringer Dosierung hergestellte Säfte oder Kapseln
     

Zentrale Zytostatikazubereitung

Die zentrale, patientenindividuelle Zubereitung von Zytostatika- und Antikörper-Lösungen findet in einem speziellen Reinraumlabor mit Schleusen unter Beachtung strenger Schutzmaßnahmen für das Personal und das Produkt statt. Jeder Chemotherapie-Plan wird von unseren Apothekern auf Plausibilität und Kompatibilität geprüft und individuell berechnet. Ein spezielles Programm unterstützt unsere Apotheker und PTA bei allen organisatorischen Arbeiten, z.B. bei der Eingabe und Überprüfung von Zytostatikaanforderungen, bei der Erstellung von Herstellungsprotokollen und beim Etikettenausdruck. Zusätzlich werden regelmäßig umfangreiche mikrobiologische Tests des Reinraums, der verwendeten Arzneimittel und der Schutzkleidung der dort tätigen Mitarbeiter durchgeführt. Durch diese Maßnahmen wird eine hohe Arzneimitteltherapiesicherheit gewährleistet.

ARZNEIMITTELINFORMATION / KLINISCH-PHARMAZEUTISCHE DIENSTLEISTUNGEN

Ein weiterer Schwerpunkt unserer Krankenhausapotheke liegt in der Beratung und Unterstützung unserer Ärzte und des Pflegepersonals zum sicheren und wirtschaftlichen Einsatz von Arzneimitteln. Dabei können unsere Apotheker zeitnah und zuverlässig Informationen, z. B. zu deren Indikationen, Nebenwirkungen, Wechselwirkungen und zur Applikation, aus nationalen und internationalen Datenbanken abrufen. Zusätzlich steht eine umfangreiche medizinische und pharmazeutische Literatur incl. verschiedener Fachzeitschriften zur Verfügung.

Bestimmte für den täglichen Stationsalltag wichtige Arzneimittelinformationen werden regelmäßig aktualisiert und über eine hausinterne Arzneimitteldatenbank zur Verfügung gestellt. Beispiele sind sog. Äquivalenztabellen von bestimmten Arzneimittelgruppen, Sondengängigkeit von festen oralen Arzneimitteln und die Haltbarkeit von Tropfen/ Lösungen nach Anbruch.

Zusammen mit unseren Ärzten erstellen unsere Apotheker Therapieempfehlungen zu verschiedenen
Indikationsbereichen.

Beispiele:

  • „perioperative Dauermedikation“ = Empfehlungen zum Absetzen von Arzneimitteln vor elektiven Operationen 
  • Parenterale Ernährung für Früh/ Neugeborene
  • Übersicht über die Bestimmung von Serumspiegeln von Arzneimitteln („therapeutisches Drug Monitoring“)
  • Antiinfektiva-Leitfaden
     

Eine zusätzliche Dienstleistung unserer Apotheker ist das persönliche Gespräch mit Patienten mit geplanter oder bereits erfolgter Milzentfernung (=Splenektomie). Diese Gespräche umfassen die Bedeutung von Impfungen und die Vorgehensweise in besonderen Situationen, z. B. während Auslandsreisen oder bei Tier- und Zeckenbissen. Im Rahmen dieser Beratung erhalten unsere Patienten einen Notfallausweis „Asplenie“ des IFB-Zentrums „chronische Immundefizienz“ mit ihren persönlichen Daten, einem Impfausweis  und eine schriftliche Zusammenfassung mit den wichtigsten Informationen des Gespräches und der Kontaktdaten des Krankenhauses.

Unsere Stationsapotheker überprüfen die häusliche Medikation im Rahmen der Krankenhausaufnahme. Findet sich hierbei ein Optimierungsbedarf, so wird dieser von unseren Apothekern mit den Ärzten und Pflegekräften besprochen. Auch bei weiteren komplexen Fragen zu bestimmten Medikationsplänen sind sie Ansprechpartner.

Weiterbildung

Unsere Apotheke ist von der Apothekerkammer Niedersachsen als Weiterbildungsstätte für Klinische Pharmazie anerkannt. Unsere Apotheker sind auch am Unterricht an der Krankenpflegeschule des AKH beteiligt.   
 

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Ansprechpartner

Leitender Apotheker

Dr. rer.nat. Bernard Usselmann Tel.: 05141 72-1095 Fax: 05141 72-1098 oder 05141 72-1094