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Vorhofseptum- / PFO-Verschluss

Für Patienten mit einem Schlaganfall ist es von größter Bedeutung, dass ein erneutes derartiges Ereignis vermieden wird. Daher ist die Abklärung möglicher Ursachen ein fester Bestandteil der Diagnostik. Mögliche Ursache eines Schlaganfalls kann ein „Loch“ in der Vorhofscheidewand sein, das während unserer Entwicklung im Mutterleib erforderlich ist, sich aber danach bei der Mehrzahl (ca. 75%) aller Menschen verschließt.

Wenn sich die Vorhofscheidewand nicht verschließt, spricht man von einem „Persistierenden Foramen Ovale“ (PFO). Hierüber können Gerinnsel, die sich in den Venen bilden, in den großen Körperkreislauf gelangen und dort arterielle Blutgefäße verstopfen. Passiert dies im Gehirn, ist ein Schlaganfall die Folge.

Nach einem solchen Ereignis kann in bestimmten Fällen ein Verschluss der Vorhofscheidewand durch ein kleines Metallschirmchen (ca. 2-3cm) sinnvoll sein. Hierzu wird über eine Vene der rechten Leiste und nach Sondierung des PFO ein spezieller Katheter vorgeführt. Über diesen wird eine Scheibe des Schirmchens im linken Vorhof und die andere Scheibe im rechten Vorhof platziert. So kann das Schirmchen nicht verrutschen, wächst mit der Zeit ein und verschließt das PFO dann komplett.

Der Eingriff erfolgt unter Ultraschallkontrolle (Ultraschallsonde in der Speiseröhre), der Patient schläft während des Eingriffs (Sedierung).