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Linksherzkatheter (Koronarangiographie) inkl. Stentimplantation

Die Untersuchung dient der Darstellung der Herzkranzgefäße und ggf. deren Therapie mittels Ballon-Aufdehnung und Einsetzen von Gefäßstützen (Stents). Hierzu wird ein dünner Plastikschlauch (Katheter) über ein Blutgefäß in der Leiste oder am Handgelenk zum Herzen vorgeführt. Es wird dann das linke sowie rechte Herzkranzgefäß aufgesucht und durch das Einbringen von Röntgen-Kontrastmittel unter Röntgen-Durchleuchtung sichtbar gemacht. Das Ergebnis bespricht der Arzt sofort mit Ihnen und demonstriert Ihnen gerne die Röntgenfilme.

Sollten Engstellen der Herzkranzgefäße vorliegen, können diese in gleicher Sitzung mit einem Ballon aufgedehnt werden. Im Anschluss wird zumeist ein Stent eingesetzt um eine Wiederverengung zu verhindern.

Bei ausgeprägten Befunden ist manchmal eine herzchirurgische Bypass-Operation notwendig, die dann bei unserem Kooperationspartner (HGZ Bad Bevensen) erfolgt.

Nach der Linksherzkatheter-Untersuchung über die Leistenarterie wird diese verschlossen und ein Druckverband angelegt (ca. 4 Stunden Bettruhe erforderlich), beim Zugang über das Handgelenk wird eine kleine Druckmanschette für 4 Stunden angelegt (keine Bettruhe erforderlich).

Nach Implantation eines Stents ist eine intensivere Form der Blutverdünnung (ASS & Clopidogrel) für 3-6 Monate erforderlich. Ist der Stent im Rahmen eines Herzinfarktes eingesetzt worden, sollte die Blutverdünnung (zumeist ASS & Brilique® oder ASS & Efient®) ein Jahr erfolgen. Vor der Entlassung erhalten Sie einen „Stentpass“, der alle wichtigen Informationen zur Behandlung und weiteren Blutverdünnung enthält.