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Ablation bei Vorhofflimmern / Pulmonalvenenisolation

Vorhofflimmern ist die häufigste Herzrhythmusstörung des Menschen.

Die elektrischen Impulse, die zum Auftreten von Vorhofflimmern führen, haben ihren Ursprung meistens in den Lungenvenen. Die Lungenvenen münden direkt in den linken Vorhof und führen das Blut von der Lunge dorthin. Um dauerhaft Vorhofflimmern zu verhindern, werden die Lungenvenen vom linken Vorhof elektrisch isoliert.

Hierzu werden spezielle Katheter über die Venen der Leiste und über die Herzscheidewand in den linken Vorhof vorgebracht. Dort werden mittels Hochfrequenzstrom gezielt elektrische Leitungsbahnen um die Mündung der Lungenvenen verödet.

Alternativ können wir auch einen Ballon an der Lungenvenenmündung platzieren und die Leitungsbahnen durch Vereisung (Cryo-Ballon) veröden. Die Wirkung der Verödung (Ablation) kann sofort überprüft werden und diese - falls nötig - wiederholt werden. Die Eingriffe zur Vorhofflimmer-Ablation erfolgen in lokaler Betäubung, der Patient schläft dabei (Sedierung).

Da sich die Leitungsbahnen prinzipiell erholen können, liegen die Erfolgsaussichten nach einem Eingriff bei ca. 60-70%. Manchmal ist nach einer Wartezeit von mind. drei Monaten ein zweiter Eingriff erforderlich. Dann erhöhen sich die Chancen, langfristig frei von Vorhofflimmern zu bleiben, auf ca. 90%.