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Optimierte Patientenversorgung in der Zentralen Notfallambulanz

Notfallpatienten des Allgemeinen Krankenhauses Celle (AKH Celle) werden seit Anfang des Jahres noch besser überwacht: Das ORBIS AddOn MTS, ein EDV-System der Firma Agfa Healthcare, ermöglicht eine bessere Kontrolle der Patientenversorgung sowie eine transparente Koordination bei der Weiterleitung in die jeweiligen Fachabteilungen. Dabei werden die Ergebnisse der Ersteinschätzung des Patienten durch das Team der Notfallambulanz direkt auf dem Bildschirm und somit für alle an der Behandlung Beteiligten visualisiert. Jeder im Team der Notfallambulanz kann so die wichtigsten Informationen, Zeitabläufe und Empfehlungen zur Weiterbehandlung über einen Patienten an einem zentralen Monitor abrufen. 

Doch was genau bedeutet in diesem Zusammenhang die „Ersteinschätzung“ eines Patienten? Bereits seit zwei Jahren wird in der ZNA die sogenannte „Manchester-Triage“ durch speziell geschultes Pflegepersonal umgesetzt: Unmittelbar nach dem Erstkontakt (Aufnahmeprozedur) wird der Patient je nach Symptomen, Beschwerden und Vitalparametern (z.B. Blutdruck, Körpertemperatur, Atemfrequenz) einer von fünf unterschiedlichen „Dringlichkeitskategorien“ zugeordnet. Entsprechend der Kategorie wird festgelegt, wann der Patient spätestens durch einen Arzt untersucht und behandelt werden muss. Wegen der besseren Übersichtlichkeit und um eine schnelle optische Erfassung zu ermöglichen, sind die Zeitstufen (0-10-30-90 und 120 Minuten) farblich codiert. Bekommt ein Patient die höchste „Dringlichkeitskategorie“, wird er unmittelbar und ohne Zeitverzug von einem Arzt untersucht. 

Dr. Ewald Hüls, Chefarzt der Zentralen Notfallambulanz, ist von dem Nutzen des neuen Systems überzeugt: „Das verschafft – auch bei hohen Patientenzahlen in der ZNA – jederzeit den notwendigen Überblick. Es ist immer direkt erkennbar, ob der Patient triagiert ist, im vorgegeben Zeitintervall bereits ärztlich gesehen wurde oder Zeitvorgaben überschritten zu werden drohen. Darüber hinaus werden fertige Befunde (Labor, Röntgen, Vitalparamenter etc.) angezeigt und wo sich der einzelne Patient aktuell gerade befindet und gegebenenfalls abgeholt werden kann. Im Ergebnis werden dadurch die Behandlungsabläufe zielgerichteter gesteuert, Verweilzeiten verkürzt und Patientenrisiken minimiert.“ 

Im April wurden die Daten von insgesamt 3156 Patienten (1571 männlich, 1581 weiblich, 995 Patienten älter als 70 Jahre) ausgewertet. In der Regel waren die Patienten zehn Minuten nach der administrativen Aufnahme im Manchester-Triage-System erfasst. Die durchschnittliche Verweildauer über alle Patienten betrug im Mittel zwei Stunden und zwei Minuten, das waren im Median eine Stunde und 47 Minuten.