AKH Home Page

Schrift

  • a
  • A
  • A+

Abteilung für Radiologie

Die Abteilung für Radiologie erstellt und beurteilt medizinische Bilder zur Diagnose, Stadieneinteilung und Therapiekontrolle von Erkrankungen. Es werden radiologische Leistungen des gesamten Spektrums der diagnostischen und interventionellen Radiologie angeboten. Schwerpunkte sind vor allem die Schnittbilddiagnostik und interventionelle Radiologie, für die eine eigene Sektion besteht.

Zu den eingesetzten bildgebenden Methoden gehören neben dem Röntgen vor allem moderne Schnittbildverfahren wie die strahlenfreie Magnetresonanztomographie (MRT), die Computertomographie (CT) und der Ultraschall (Sonographie). Die Bildgebung wird auch zur Steuerung von therapeutischen Eingriffen genutzt (interventionelle Radiologie). Die Abteilung für Radiologie am AKH Celle verfügt über eine hochmoderne radiologische Geräteausstattung, die unter anderem eine routinemäßige Durchführung von radiologischen Spezialuntersuchungen wie die Untersuchung des Herzens oder MRT-Ganzkörperuntersuchungen ermöglicht.

Interventionelle Radiologie

In der Sektion für interventionelle Radiologie (Leiter: Richard Glombik) werden sämtliche Leistungen der vaskulären und nicht-vaskulären interventionellen Radiologie erbracht. Hierfür stehen modernste Gerätetechnik wie eine biplanare Angiographie und eine Angiographie in OP-Umgebung (Hybrid-OP) zur Verfügung. Es besteht eine enge interdisziplinäre Zusammenarbeit mit den Kliniken für Gefäßchirurgie, Neurologie, Neurochirurgie und Gastroenterologie.

Verbesserte Diagnosemöglichkeiten von Brustkrebs am AKH Celle

In Deutschland ist Brustkrebs (Mammakarzinom) die häufigste Krebserkrankung bei Frauen: Das Lebenszeitrisiko an Brustkrebs zu erkranken beträgt 12,9 %, d. h. etwa jede achte Frau ist im Laufe ihres Lebens von der Diagnose betroffen (etwa 71.000 Neuerkrankungen pro Jahr).
Die Neuinstallation der digitalen Mammographie mit Tomosynthese am AKH Celle
Die Neuinstallation der digitalen Mammographie mit Tomosynthese am AKH Celle

Die Früherkennung und rechtzeitige Diagnose von Brustkrebs spielt eine maßgebliche Rolle für die erfolgreiche Behandlung der Patientinnen und die Möglichkeiten einer vollständigen Heilung von der Krebserkrankung: Zur verbesserten Diagnostik setzt die Abteilung für Radiologie der AKH-Gruppe unter der Leitung des Chefarztes Prof. Dr. med. Christian Fink ab Juni 2017 neue bildgebende Verfahren ein. Mit der Neubeschaffung eines hochmodernen volldigitalen Mammographie-Systems steht am Allgemeinen Krankenhaus erstmals in Celle die so genannte digitale Tomosynthese der Brust zur Verfügung.

Bei der herkömmlichen Mammographie wird bislang ein zweidimensionales Projektionsbild erzeugt – durch die neuen technischen Möglichkeiten der Tomosynthese wird ein dreidimensionaler Datensatz von Schichtbildern der Brust dargestellt. Mehrere Studien konnten bereits belegen, dass hierdurch insbesondere bei dichtem Brustdrüsengewebe eine verbesserte Erkennung von Karzinomen möglich ist bzw. weniger häufig fälschlicherweise ein Tumor verdächtigt wird.

Darüber hinaus können zukünftig am AKH Celle MRT-gesteuerte Vakuum-Saug-Biopsien der Brustdrüse durchgeführt werden. Dies ermöglicht eine minimal-invasive Gewebeprobenentnahme von nur mit der Magnetresonanztomographie erkennbaren tumorverdächtigen Herden der Brust.  Diese Methode kann bislang nur vereinzelt in Krebszentren in Niedersachsen angeboten werden und ist eine bedeutende weitere Verbesserung in der Früherkennung und Diagnostik von Brustkrebs für die Patientinnen im Landkreis Celle und darüber hinaus.

Die Abteilung Radiologie ist Mitglied des von der deutschen Krebsgesellschaft (DKG) zertifizierten Brustzentrums des AKH Celle unter der Leitung des Chefarztes für Gynäkologie und Geburtshilfe, Dr. Michael Berghorn. In der Abteilung Radiologie ist ein Team aus 4 radiologischen Fachärzten und 3 spezialisierten medizinisch-technischen Radiologieassistentinen für die Diagnostik des Brustkrebses verantwortlich. Frau Dr. med. Andrea Maria Schady ist von der kassenärztlichen Vereinigung und dem Mammographie Screening ermächtigt minimal-invasive mammographische Vakuum-Saug-Biopsien am AKH Celle durchzuführen. Der Chefarzt Prof. Dr. med. Christian Fink und leitende Oberarzt Dr. med. Frank Mohnsen sind von der kassenärztlichen Vereinigung für die Befundung von kurativen Mammographien zertifiziert.

Fragen und Antworten

Kann ich als ambulanter Patient in der Abteilung für Radiologie untersucht werden?

Da wir als Abteilung des Krankenhauses über keine ambulante Zulassung der kassenärztlichen Vereinigung (KV) verfügen, dürfen gesetzlich versicherte Patienten in der Regel nicht von uns untersucht werden. Einzige Ausnahmen sind spezielle radiologische Untersuchungen, für die uns von der KV eine ambulante Ermächtigung erteilt wurde. Dies sind aktuell Ganzwirbelsäulen- und Ganzbein-Röntgenaufnahmen, Miktionszystourographien (MCU) sowie die stereotaktische Vakuumsaugbiopsie der Brustdrüse.

Als gesetzlich Versicherter sollten sie sich für eine ambulante radiologische Untersuchung an eine radiologische Praxis wenden oder gegebenenfalls die Terminservicestelle der KV Niedersachsen (http://www.kvn.de/Patienten/TerminServiceStelle/) in Anspruch nehmen.

Privatversicherte und Selbstzahler können dagegen auch ambulant das gesamte Leistungsangebot der Abteilung für Radiologie in Anspruch nehmen. Für einen Termin in der Privatsprechstunde von Prof. Fink melden Sie sich bitte im Sekretariat der Abteilung Radiologie unter Telefon 05141/72-1701 oder per Email unter radiologie(at)akh-celle.de.

Als besonderes Serviceangebot werden z.B. für Berufstätige auch Termine außerhalb der normalen Spechstundenzeiten in einer speziellen Abendsprechstunde angeboten.

Was ist eine Computertomographie bzw. wie ist der Ablauf der Untersuchung?

120906 celle 200

Bei der Computertomographie (oder kurz CT) handelt es sich um eine Röntgenuntersuchung, bei der Schichtaufnahmen des Körpers erstellt werden. Vorteil gegenüber konventionellen Röntgenaufnahmen ist die überlagerungsfreie und dreidimensionale Darstellung der Anatomie, wodurch die CT wesentlich genauer in der Erkennung von krankhaften Veränderungen als ein konventionelles Röntgenbild ist.

Aus diesem Grund hat die Methode in den vergangenen Jahren einen immer größeren Stellenwert erlangt.
Gegenüber konventionellen Röntgenuntersuchungen ist die CT in der Regel mit einer höheren Strahlendosis verbunden. Deshalb wird vor Durchführung jeder CT vom Radiologen überprüft, ob auch andere bildgebende Verfahren für die Beantwortung der jeweiligen Fragestellung alternativ eingesetzt werden können. Mit Hilfe moderner Untersuchungstechniken können wir die Strahlendosis der CT in der Regel deutlich unter die vom Bundesamt für Strahlenschutz empfohlen Richtwerte senken.

Häufig wird bei der CT Untersuchung ein Röntgenkontrastmittel über eine Vene gespritzt um die Gefäße des Körpers besser darzustellen und Informationen über die Durchblutung der Organe zu gewinnen. Vor der Untersuchung mit Kontrastmittel ist eine Laboruntersuchung erforderlich, um Informationen über die aktuelle Nierenfunktion (Serum-Kreatinin-Wert bzw. glomeruläre Filtrationsrate (GFR)) und Schilddrüsenfunktion (TSH-Wert) zu erhalten. Falls Sie über aktuelle Laborwerte verfügen, sollten diese zur Untersuchung mitgebracht werden.
Für die Untersuchung des Bauchraumes ist es ferner manchmal erforderlich, dass Kontrastmittel getrunken wird oder direkt in den Darm verabreicht wird. Die gesamte Untersuchung dauert in der Regel weniger als 5 Minuten.

In der Abteilung für Radiologie wird das gesamte Spektrum der CT-Diagnostik an zwei CT-Geräten angeboten, darunter auch Spezialuntersuchungen wie die Herz-CT.

CTLunge
Hals

Was ist eine Magnetresonanztomographie bzw. was muss ich vor einer solchen Untersuchung beachten?

120906 celle 209

Bei der Magnetresonanz- oder auch Kernspintomographie (oder kurz MRT) handelt es sich um eine strahlenfreie Untersuchungsmethode, bei der Schichtaufnahmen des Körpers erstellt werden. Vorteil gegenüber konventionellen Röntgenaufnahmen ist die überlagerungsfreie Darstellung der Anatomie. Gegenüber anderen Schnittbildverfahren wie der Computertomographie besitzt die MRT eine wesentlich höhere Kontrastauflösung, wodurch unterschiedliche Gewebearten sehr zuverlässig unterschieden werden können.


Die Bilderzeugung der MRT funktioniert über ein sehr starkes Magnetfeld. Deshalb muss der untersuchende Arzt über bestehende metallische Implantate oder auch Verletzungen mit Metallsplittern informiert werden. Bei bestimmten Implantaten (z.B. Herzschrittmacher) ist in der Regel keine Untersuchung mit der MRT möglich. Vor der Untersuchung sollten Sie alle metallischen Gegenstände (Uhr, Schmuck, etc.) vom Körper entfernen.

Bei der Untersuchung in der MRT entstehen durch elektrische Schaltungen des Geräts laute Geräusche, vor denen Sie mittels eines Kopfhörers geschützt werden.
Gelegentlich wird bei der MRT Untersuchung ein spezielles MRT-Kontrastmittel (Gadolinium) über eine Vene gespritzt um z.B. die Gefäße des Körpers besser darzustellen oder Informationen über die Durchblutung der Organe zu gewinnen. Vor der Untersuchung mit Kontrastmittel ist eine Laboruntersuchung erforderlich, um Informationen über die aktuelle Nierenfunktion (Serum-Kreatinin-Wert bzw. glomeruläre Filtrationsrate (GFR)) zu erhalten. Falls Sie über aktuelle Laborwerte verfügen, sollten diese zur Untersuchung mitgebracht werden.

Die MRT Untersuchung dauert in der Regel deutlich länger als eine Röntgen- oder CT-Untersuchung (in der Regel 20 Minuten oder mehr).

In der Abteilung für Radiologie wird das gesamte Spektrum der MRT-Diagnostik an zwei MR-Tomographen angeboten, darunter auch Spezialuntersuchungen wie die MRT des Herzens, die MR-Mammographie (Untersuchung der weiblichen Brust), die multiparametrische MRT der Prostata, die funktionelle Beckenboden-MRT oder Ganzkörper-MRT Untersuchungen.

GKMRT
MRT

Was bedeutet interventionelle Radiologie?

130213 ahk celle 32

Unter interventioneller Radiologie versteht man eine Spezialisierung der Radiologie, bei der diagnostische und therapeutische Eingriffe im Körper unter Bildsteuerung durchgeführt werden. Gegenüber vergleichbaren konventionellen Operationen werden diese Eingriffe zumeist über einen kleinen gewebeschonenden Zugang (wie durch ein Schlüsselloch) mit speziellen Instrumenten durchgeführt. Beispiele sind etwa Behandlungen an atherosklerotisch verengten Gefäßen mit Ballonkathetern und Einbringung von Gefäßstützen (Stent) oder eine Gewebeprobenentnahme zur Tumordiagnostik über eine spezielle Biopsienadel. In der Abteilung für Radiologie besteht eine spezialisierte Sektion für Interventionelle Radiologie (Leiter: Richard Glombik).

Biopsie
Sprache

Suchen

Ansprechpartner Prof. Dr. med. Christian Fink

Ansprechpartner

Chefarzt

Prof. Dr. med. Christian Fink Tel.: 05141 72-1701 Fax: 05141 72-1709
Ansprechpartner Renate Piel

Ansprechpartner

Sekretariat

Renate Piel Tel.: 05141 72-1701 Fax: 05141 72-1709
Ansprechpartner Ingrid Steinbach

Ansprechpartner

Sekretariat

Ingrid Steinbach Tel.: 05141 72-1701 Fax: 05141 72-1709