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Stroke Unit

Eine Stroke Unit (Abkürzung: SU) ist eine spezielle Organisationseinheit innerhalb eines Krankenhauses zur Erstbehandlung von Schlaganfallpatienten. Der Begriff stammt aus dem Englischen und bedeutet wörtlich übersetzt Schlag(anfall)station.

Schlaganfall

Unter einem „Schlaganfall“ versteht man eine akute Durchblutungsstörung oder einen Bluterguss im Gehirn. Er führt entsprechend seiner Lokalisation zu spezifischen Ausfällen von Nervenfunktionen, z. B. zur Lähmung oder Gefühlsstörung eines Armes oder Beines, zu Seh-, Gleichgewichts- oder Sprachstörungen. Patienten mit Schlaganfällen werden auf unserer zertifizierten überregionalen Schlaganfall-Spezialstation („Stroke Unit“) behandelt. Dabei handelt es sich nicht um eine Intensivstation, sondern um eine Überwachungsstation für akute Schlaganfall-Patienten, deren Atmungs- und Kreislaufverhältnisse ausreichend stabil sind. Ziel dieses in Europa und Amerika mittlerweile sehr bewährten Behandlungsmodells ist es, durch rasche Durchführung der notwendigen Diagnostik und ständige Überwachung der wichtigsten Vitalfunktionen (EKG, Atmung, Sauerstoffsättigung, Temperatur, etc.) den neurologischen Zustand der Schlaganfall-Patienten rasch zu stabilisieren und eine wirksame medikamentöse, interventionelle oder in seltenen Fällen auch chirurgische Behandlung der zugrunde liegenden Schlaganfall-Ursachen in Gang zu setzen, einschließlich einer frühen Prophylaxe weiterer Schlaganfälle. Durch dieses Konzept ist es gelungen, den Anteil schwer behinderter oder verstorbener Patienten nach Schlaganfällen signifikant zu reduzieren, nach den Ergebnissen nationaler und internationaler Studien. Am AKH Celle gibt es seit 1999 eine Stroke Unit, seit 2001 zertifiziert, seit 2009 als überregionale Betten-Stroke-Unit zertifiziert, seit 2013 mit 10 Überwachungs-Betten. Seit 2008 haben wir die Möglichkeit, Patienten mit Blutungen im Gehirn oder Schädel durch Herrn Prof. Rickels und sein Team neurochirurgisch operativ behandeln zu lassen. Im Jahr 2010 wurde durch Herrn Dr. Richard Glombik, dem Leitenden Arzt der hiesigen Interventionellen Radiologie, eine Methodik eingerichtet, um bei Schlaganfall-Patienten mit Verschlüssen größerer Hirngefäße, bei denen sich das Blutgerinnsel nicht auflöst („Lysetherapie“), dieses durch einen Katheter-Eingriff vor Ort im Kopf mit einer speziellen Zange zu entfernen (sogenannte  stentgestützte Thrombektomie). Dadurch sind bereits viele Patienten mit einer vollständigen Halbseitenlähmung oder Bewusstlosigkeit vor einem schweren Schlaganfall verschont geblieben und haben sich nahezu vollständig wieder erholt. Hauptansprechpartner zum Thema Schlaganfall ist Herr Oberarzt Dr. B. Harting.

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Ansprechpartner Dr. med. Björn Harting

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Leiter der Stroke Unit

Dr. med. Björn Harting Tel.: 05141 72-1401 Fax: 05141 72-1409
Ansprechpartner Sylvia Heuer

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Pflegerische Leitung

Sylvia Heuer Tel.: 05141 72-6490