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Klinik für Anästhesie und operative Intensivmedizin

Die Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin ist für die anästhesiologische Versorgung des AKH zuständig. Die Anästhesisten sorgen dafür, dass die Patienten vor operativen Eingriffen oder diagnostischen Maßnahmen in einen Zustand der Empfindungs- und Schmerzlosigkeit versetzt werden. Das medizinische Fachpersonal und speziell ausgebildete Anästhesiekräfte betreuen die Patienten vor, während und nach dem Eingriff, z. B. auf der operativen Intensivstation (W8) oder im Schmerzdienst auf den Stationen. Pro Jahr werden etwa 10.000 Narkoseleistungen im AKH erbracht, davon etwa 7.000 Vollnarkosen und 3.000 Teilbetäubungen (Regionalanästhesien), z. B. geburtshilfliche Maßnahmen (PDA).

Vor jeder Narkose oder Regionalanästhesie werden in einem die unterschiedlichen Möglichkeiten der Narkose besprochen, die Fragen der Patienten beantwortet und das individuell beste Verfahren festgelegt. 

Fragen und Antworten

Warum darf ich vor der Operation nichts essen und trinken?

Durch die Allgemeinanästhesie werden neben dem Bewusstsein und der Schmerzempfindung auch die Reflexe (z. B. Schluck- und Hustenreflex) ausgeschaltet.

Es besteht daher die Gefahr, dass Mageninhalt in den Rachen gelangt, eingeatmet wird und eine Lungenentzündung hervorruft. Durch die Nüchternheit ist der Magen zur Operation leer und das Risiko, dass Mageninhalt in den Rachen gelangt, geringer. 

Wache ich während der Operation wirklich nicht auf?

Der Anästhesist überprüft während der Operation ständig die Vitalfunktionen (Blutdruck, Herzfrequenz und Sauerstoffsättigung) und die Narkosetiefe, die er sehr genau einstellen kann.

Sie brauchen sich also keine Sorgen zu machen, dass Sie während der Untersuchung oder der Operation wach werden.

Wie stark werden meine Schmerzen nach der Operation sein?

Schmerzen nach einer Operation sind nicht vollständig zu vermeiden. Sie können aber heute auf ein erträgliches Maß begrenzt werden. Deswegen werden  schon während der Narkose Schmerzmittel eingesetzt, die auch noch nach der Operation wirken und so eine weitestgehende Schmerzfreiheit ermöglichen. 

Kann es passieren, dass ich nicht mehr aufwache?

Die Anästhesie ist heute so sicher wie nie zuvor. Dennoch können Probleme auftreten. Das Risiko ist jedoch äußerst gering.

Kann mir nach der Operation übel werden?

Die modernen Medikamente lösen wesentlich seltener Übelkeit aus als früher. Dennoch kann es vorkommen, dass einem Patienten beim Aufwachen übel wird.

Das Auftreten von Übelkeit hängt von der persönlichen Veranlagung und der durchgeführten Operation ab. Bei bekannter Veranlagung können vorbeugende Maßnahmen ergriffen werden, daher sollte diese dem Narkosearzt im Aufklärungsgespräch mitgeteilt werden.

Wann kann ich wieder essen und trinken?

Um Übelkeit oder Erbrechen zu vermeiden, sollte nach einer Narkose mindestens drei Stunden nicht getrunken und mindestens sechs Stunden nichts gegessen werden.

Nach Operationen an den Bauchorganen, insbesondere am Darm, wird in der Regel mehr Zeit zur Erholung benötigt.

Wann bin ich wieder richtig wach?

Schon wenige Minuten nach Ende der Operation kann der Patient in der Regel wieder ausreichend atmen und sich verständigen.

Bis man wieder wach genug für Aktivitäten wie Lesen, Fernsehen u. ä. sind, vergehen jedoch häufig mindestens eine, nicht selten mehrere Stunden.

Kinder und Narkose

Besonders wenn Kinder eine Narkose erhalten müssen, haben die Eltern viele Fragen. Wir nehmen uns ausreichend Zeit, alle Fragen persönlich mit Ihnen zu besprechen.

Was muss ich vor der Narkose beachten?

Das Kind sollte sechs Stunden vor der Operation nichts essen oder trinken (das gilt auch für Bonbons, Obst und Kaugummis).

Kleinkindern können bis zu vier Stunden vor der Operation ungesüßten Tee oder Wasser trinken. Medikamente sollten nur in Absprache mit dem Narkosearzt geben werden. 

Ist mein Kind vor der Operation aufgeregt?

Das beste und wichtigste Beruhigungsmittel für ein Kind sind die nicht aufgeregten Eltern. Daher sollte man versuchen, ganz natürlich mit dem Kind umzugehen. Trotzdem ist es wichtig, die ungewohnte Situation vorher mit dem Kind durchzuspielen und zu besprechen.

Etwa eine Stunde vor Operationsbeginn erhält das Kind einen Saft, der ein wirksames Beruhigungsmittel enthält. Dadurch wird es ruhiger und schläfrig.

Bei größeren Kindern wird statt des Saftes meist eine Tablette gegeben.

Außerdem werden ein oder zwei Pflaster an Stellen am Arm aufgeklebt, an denen später eine Infusion angelegt wird. Das Pflaster enthält ein örtliches Betäubungsmittel, welches den „Pieks“ abmildern wird.

Bei besonders kleinen Kindern und solchen mit schlechten Venen wird die Narkose auch über eine Maske eingeleitet und die Infusion anschließend gelegt. Ziel ist es, die Narkose so angenehm und so wenig belastend wie möglich zu gestalten.

Bin ich bis zum Einschlafen bei meinem Kind?

Kinder können bis zum Eingang des Operationsbereiches begleitet werden. Aus hygienischen Gründen ist es nicht möglich, bis in den eigentlichen Operationsraum mitzukommen. An der Schleuse nimmt der Narkosearzt das Kind in Empfang.

Allerdings kann das Kind auf Wunsch ein Kuscheltier mitnehmen.

Die Narkose

Bei größeren Kindern wird an einer örtlich betäubten Stelle am Arm eine Infusion angelegt und die Narkose durch intravenöse Medikamente eingeleitet.

In Ausnahmefällen kann die Narkose auch über eine Maske einleitet werden. Über diese Maske wird ein genau dosiertes Gasgemisch zugeführt, sodass das Kind in wenigen Minuten einschläft. Erst dann wird die Infusion angelegt, über die das Kind die Narkosemedikamente bekommt.

Alle Wahrnehmungsfunktionen wie Sehen, Hören und Empfinden sind nun ausgeschaltet und die Operation kann beginnen.

Nach der Narkose

Nach Beendigung der Operation erwacht das Kind langsam aus der Narkose. In der Regel schlafen die Kinder ruhig aus. Doch auch Unruhezustände sind normal und kein Grund zur Beunruhigung.

Nach etwa zwei bis vier Stunden wird das Kind nach Rücksprache mit dem Narkosearzt entweder auf die Station zurückverlegt oder bei ambulanten Operationen nach Hause entlassen.

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