Schwerpunkte

Beschreibung der Abteilung:

  • Insgesamt verfügt die Abteilung für Anästhesie und operative Intensivmedizin über 21 Arztstellen, die zum größten Teil mit Fachärzten (innen) besetzt sind. Sie betreuen hauptsächlich Patienten der operativen Kliniken Allgemein- und Viszeralchirurgie (83 Betten), Unfall- und Wiederherstellungschirurgie (124 Betten), Frauenklinik (77 Betten) und Urologischen Klinik (44 Betten).
  • Im Jahr werden knapp 10.000 Narkoseleistungen erbracht, davon ca. 7.000 Vollnarkosen und 3.000 Regionalanästhesien. Dies sind vor allem rückenmarksnahe Anästhesien, die insbesondere bei unfallchirurgischen und urologischen Operationen sowie in der Geburtshilfe zur Linderung des Geburtsschmerzes und zur Schnittentbindung (?Kaiserschnitt?) angewendet werden.
    Ein Vorteil des AKH CELLE soll hierbei betont werden: zwischen Kreißsaal, Kreißsaal-OP und Neugeborenen-Intensivstation sind nur wenige Schritte Abstand. Ein kinderärztliches Team ist bei jeder Schnittentbindung im OP anwesend und kümmert sich sofort um das Neugeborene.

Oberstes Gebot während Narkose und Operation, bei denen ja lebenswichtige Körperfunktionen beeinflusst werden, ist die Sicherheit des Patienten. Narkoseärztin bzw. -arzt und eine Anästhesiepflegekraft (Schwester/Pfleger) beobachten den Zustand des Patienten klinisch und mit Überwachungsgeräten (Monitoren), steuern die Narkose und therapieren Störungen. Monitore und Narkoseverfahren entsprechen dem modernsten Stand.

Üblicherweise beginnt ein Arbeitstag mit Operationen im Zentral-OP an 7 OP-Tischen und im urologischen TUR-OP mit 1 Tisch bzw. an einer der 10 Außenstellen (z. B. Kreißsaal, Röntgen, Endoskopie).

An den Zentral-OP schließt sich ein Aufwachraum mit 8 modern ausgestatteten Beobachtungsplätzen an. Hier werden die Patienten während der ersten Stunde(n) nach der Operation überwacht und ihre Schmerzen behandelt, und sie werden auf ihre Station zurückverlegt, wenn ihr Zustand stabil ist und sie gut erweckbar sind. Der Aufwachraum wird zwar hauptsächlich tagsüber bis zum Abend für Beobachtung und Behandlung Frischoperierter benutzt, ist aber rund um die Uhr einsatzbereit.

Die operative Intensivstation mit 11 Bettplätzen wird anästhesiologisch geführt. Zur Sicherstellung der komplizierten Überwachungsmethoden stehen auch hier hochqualifizierte Pflegekräfte und mindestens eine Ärztin oder ein Arzt rund um die Uhr im Schichtdienst zur Verfügung. Eine Behandlung auf der operativen Intensivstation wird bei bedrohlichen akuten Erkrankungen nach schweren Unfällen sowie nach aufwendigen Operationen bis zur Stabilisierung der lebenswichtigen Organfunktionen notwendig. Die meisten Patienten können von der Intensivstation bereits nach 1 oder 2 Tagen wieder verlegt werden, einige Patienten jedoch müssen auch über einen längeren Zeitraum behandelt werden. Die Ausrüstung erlaubt eine ununterbrochene Überwachung und Unterstützung von Körperfunktionen und die apparative und medikamentöse Behandlung von Organschwächen. Dazu gehören die künstliche Beatmung ebenso wie die künstliche Ernährung und die gezielte Therapie durch kontinuierliche Gabe von Medikamenten. Viele Operationen wären in der notwenigen Ausdehnung und bei Patienten auch in extremen Altersgruppen nicht machbar ohne eine anschließende intensivmedizinische Behandlung.

Zum Thema Weaning (siehe Weaningabteilung)

Technik in der Anästhesie
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