Vorhofohrverschluss bei Vorhofflimmern

Seit wenigen Jahren gibt es die Möglichkeit bei Vorhofflimmern die Gefahr eines Schlaganfalls durch einen Herzkathetereingriff deutlich zu verringern. Die Kardiologie im Allgemeinen Krankenhaus bietet diese Therapie an.
Der Vorhofohrverschluss geschieht mit einem Herzkatheter, der über die Leistenvene eingeführt wird und dem Blutfluss durch die große Hohlvene in den rechten Vorhof folgt. Nach Punktion der Vorhofscheidewand gelangt man in den linken Vorhof und von dort in das Vorhofohr.
Das sog. Vorhofohr ist eine sackartige Ausstülpung der Vorkammern des Herzens. Es ist ohne Funktion und kann daher ohne nachteilige Folgen verschlossen werden.
Über den Katheter wird ein Schirmchen in das Vorhofohr eingeführt und dort aufgespannt. In dem Eingang des Vorhofohrs bleibt dieses liegen und verhindert, dass Gerinnsel von dort in den Körper verschleppt werden. Das Schirmchen wächst ein. Nach einem halben Jahr besteht auch bei dauerhaftem Vorhofflimmern keine Emboliegefahr mehr.
Die Therapie der Wahl zur Verhinderung von Schlaganfällen bei Vorhofflimmern war bisher allein das Verhindern der Blutgerinnselbildung durch die dauerhafte Einnahme von Medikamenten wie Marcumar und ähnlichen. Wobei durch diese Therapie, die Gefahr von auch lebensgefährlichen Blutungen in Kauf genommen werden musste.
Bei Menschen, die besonders blutungsgefährdet sind, ist der Verschluss des Vorhofohres jetzt eine gute Alternative.
Die häufigsten Fragen zu diesem Thema - Interview mit 1. OA PD Dr. Werner.




