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Klinik für Unfallchirurgie, Orthopädie und Neurotraumatologie

Gemeinsam für Bewegung 

In den Kliniken für Unfallchirurgie, Orthopädie und Neurotraumatologie werden rund um die Uhr alle Verletzungen und Erkrankungen des Bewegungsapparates von Kindern und erwachsenen Patienten behandelt. 

Die Kliniken Unfallchirurgie, Orthopädie und Neurotraumatologie nehmen dabei eine zentrale Stellung bei der Versorgung von Unfallverletzten in der Region für die Region ein. Seit Dezember 2011 sind sie Mitglied im zertifizierten Trauma-Netzwerk Nordost Niedersachsen. Die Klinik ist nach 2011 erneut in 2016 als „Überregionales Traumazentrum“ durch eine unabhängige Zertifizierung (Fa. DIOcert) rezertifiziert worden. Im Traumanetzwerk Nordost-Niedersachsen sind derzeit acht Kliniken zusammengeschlossen, um die bestmögliche Versorgung von Schwerverletzten unter standardisierten Qualitätsmaßstäben zu gewährleisten.  Am Traumanetzwerk Nordost-Niedersachsen sind zwei überregionale, vier regionale und zwei lokale Traumazentren beteiligt.

Das Spektrum der in der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie durchgeführten Operationen reicht von Arthroskopien und prothetischen Ersatzoperationen an Hüfte und Knie bis hin zu schwierigen Wechseloperationen nach gelockerten Prothesen an Hüfte, Knie und Schulter. Bei notwendigen Knochentransplantationen kann auf eine eigene Gewebebank zurückgegriffen werden und ermöglicht so den Betroffenen eine optimale Knochenregeneration bei Defekten unter Schonung körpereigenen Gewebes (Klinik für Orthopädie). Selbstverständlich werden aber auch autologe Spongiosatransplantationen oder synthetische Knochenersatzstoffe zur Anwendung gebracht.

Durch ausgewiesene Expertise auf dem Gebiet der Becken- und Azetabulumchirurgie werden Verletzungen in diesem speziellen Bereich einer altersgerechten optimalen Versorgung zugeführt. Durch konsequente frakturspezifische Anwendung sowohl minimalinvasiver Verfahren als auch großer operativer Rekonstruktionstechniken am Beckenring und Azetabulum kann in einem hohen Prozentsatz eine knöcherne Wiederherstellung der anatomischen Verhältnisse erzielt werden. Durch die Teilnahme der Klinik am Beckenregister der Arbeitsgemeinsacht Becken III der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie sowie die Beteiligung von Prof. Culemann als Referent und Facultymitglied bei verschiedenen Beckenchirurgischen Operationskursen ist auch die kontinuierliche Weiterentwicklung der Techniken gesichert.

Wirbelsäuleneingriffe werden im AKH von einem Team aus Neuro- und Unfallchirurgen sowie Orthopäden operativ behandelt. Durch die Vernetzung der Behandlung mit der Klinik für Neurologie im Celler Wirbelsäulenzentrum (Wirbelsäulenzentrum) werden sämtliche operative und konservative Behandlungsmaßnahmen zum Wohle des Patienten eingesetzt. Insbesondere minimalinvasive perkutane Stabilisierungsverfahren wurden dabei in den letzten vier Jahren deutlich weiterentwickelt. Durch Zementaugmentation können diese Techniken heute auch bei osteoporotischen Frakturen eingesetzt werden und führen zu einer rascheren Mobilisation und Rehabilitationsmöglichkeit der Patienten.

Mehr als 20.000 unfallchirurgische Patienten werden in der ZNA pro Jahr ambulant versorgt. Das Behandlungsspektrum in unserer ZNA reicht dabei von der einfachen Prellung oder Schnittverletzung bis hin zur Behandlung von schwerstverletzten Patienten mit Querschnittslähmungen. Ebenso werden in unserer Notaufnahme Arbeitsunfälle jeglicher Art notfallmäßig behandelt. Durch eine eigene Sprechstunde unter der Leitung des Durchgangsarztes Prof. Culemann können auch die notwendigen Nachbehandlungen und Planung des Behandlungsablaufes und der Rehabilitation sichergestellt werden.

Im Ambulanten Zentrum des Hauses erfolgen im Sinne der Tageschirurgie Metallentfernungen, Gelenkspiegelungen und Eingriffe an Hand und Fuß. 

Technische Ausstattung

Die Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie verfügt täglich über 2 - 3 modern ausgestattete Operationssäle mit höchstem Reinraumstandard, der für unfallchirurgische und orthopädische Operationen notwendig ist. Jedem Operationssaal sind Hochleistungs-Bildverstärkersysteme zur radiologischen Darstellung von Knochen und Gelenken während der Operation sowie ein sogenannter dreidimensionaler Bildwandler, der CT-ähnliche Schnittbilddarstellungen intraoperativ erlaubt (3D – BV Fa. Siemens) zugeordnet. Durch einen Vollkarbontisch ist jederzeit, auch bei komplizierten Wirbelsäulen- und Beckeneingriffen, eine optimale Bildverstärkersicht garantiert.

Seit 2014 verfügt die Klinik über ein computergestütztes Navigationssystem (Fa. BrainLab, München Harlaching), dass eine prä- und intraoperative „Voraussicht“ von Schraubenplatzierungen ermöglicht und so die Genauigkeit und damit die Sicherheit der Schraubenplatzierungen z. B. gelenknah oder im Bereich des Rückenmarks ermöglicht. Gemeinsam mit den Neurochirurgen der Klinik werden so Operationen an der Bandscheibe und im Bereich der Wirbelsäule noch sicherer computerassitiert umgesetzt.

Modernste Osteosyntheseverfahren und die hierzu notwendigen Instrumente und Implantate  renommierter deutscher und internationaler Hersteller werden vorgehalten, um eine jederzeit notwendige operative Versorgung der Patienten zu garantieren. Die hauseigene zertifizierte Zentralsterilisation sorgt dabei für die Aufbereitung und Sterilisation der Instrumenten- und Implantatcontainer. 

Durch die Ausstattung der Klinik mit einem Hochleistungsoperationsmikroskop und Schwerlasttischen zur Behandlung übergewichtiger Patienten sowie einem Blutsammel- und –aufbereitungsgerät (Cell-Saver) sowie einer eigenen Knochenbank werden die Möglichkeiten der operativen Versorgungen weitestgehend ausgeschöpft. Auch eine mögliche intraoperative Angiografie kann in Zusammenarbeit mit den Gefäßchirurgen eingesetzt werden. 

Leistungszahlen

Jährlich werden über die ZNA ca. 4.000 Patienten unfallchirurgisch-orthopädisch ambulant durch die Klinikmitarbeiter notfallmäßig behandelt und ca. 3.600 stationär auf den zugeordneten Stationen aufgenommen. Derzeit verfügt die Klinik über 85 unfallchirurgisch-orthopädische stationäre Betten, die sich auf insgesamt 3 Kernstationen verteilen (G2, G3, G4). Patienten mit Wahlleistungsvereinbarungen werden auf der interdisziplinären chirurgischen Station G4 in komfortablen Ein- und Zweibettzimmern untergebracht.

Um eine „kindgerechte“ und sichere Versorgung der stationär zu behandelnden Kinder umsetzen zu können, werden unsere kleinen Patienten gemeinsam mit den Kinderärzten in der Kinderklinik auf den Stationen S0 + S1 untergebracht und behandelt. Dies ermöglicht auch die in Einzelfällen notwendige, gemeinsame Unterbringung mit einem Elternteil. >>> Kinderklinik

Unfallchirurgische schwerverletzte Patienten nach Unfällen oder überwachungspflichtige Patienten nach größeren Eingriffen werden gemeinsam mit den Kollegen der Anästhesie auf der chirurgischen Intensivstation B3 überwacht und behandelt. Hier stehen 11 nach den modernen Erfordernissen der Intensivmedizin ausgestattete Betten zur Verfügung, auf denen auch längerfristig notwendige Beatmungen oder z. B. Nierenersatzverfahren zur Anwendung kommen.

Weiterbildung

Common trunk

Prof. Dr. Culemann besitzt gemeinsam mit dem Chefarzt der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie (PD Dr. Hartmann) und dem Chefarzt der Klinik für Gefäßchirurgie (Dr. Brune) die Weiterbildungsermächtigung für den Common Trunk Chirurgie (24 Monate). 

Facharztweiterbildung Orthopädie und Unfallchirurgie

Prof. Dr. Culemann ist gemeinsam mit Prof. Mayr von der Ärztekammer Niedersachsen für die komplette Weiterbildung zum Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie (6 Jahre) ermächtigt worden

Prof. Dr. Culemann ist ebenso für die Weiterbildung in der Zusatzbezeichnung „Spezielle Unfallchirurgie“ ermächtigt worden (3 Jahre). 

Weiterbildungsermächtigungen

Fortbildung

Regemäßig mittwochs findet eine orthopädisch-unfallchirurgische Fortbildung in der Zeit von 15:45 – 16:30 Uhr statt. Mitarbeiter der Klinik stellen in diesem Rahmen nach festgelegtem Curriculum neueste Literaturerkenntnisse, aktuelle operative Verfahren oder neue und veränderte Nachbehandlungen nach operativen Therapien der Klinik vor. Die Veranstaltung ist von der Ärztekammer Niedersachen als Fortbildungsveranstaltung zugelassen und mit 1 Punkt akkreditiert.

Forschung und Lehre

Prof. Culemann ist ausgewiesener Experte auf dem Gebiet der Becken- und Azetabulumchirurgie und hat diese Expertise in seiner Ausbildung, Weiterbildung und beruflichen Entwicklung gemeinsam mit weiteren Kollegen auch national und international weiterentwickelt. Zahlreiche Publikationen belegen dies eindrücklich. Die Klinik ist durch Teilnahme am Beckenregister der Arbeitsgemeinschaft Becken III der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie in aktuelle Entwicklungen dieser speziellen und aufwendigen Chirurgie auf diesem Gebiet weiterhin aktiv involviert.

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Ansprechpartner Prof. Dr. med. Ulf Culemann

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Chefarzt

Prof. Dr. med. Ulf Culemann Tel.: 05141 72-1101 Fax: 05141-72-1109
Ansprechpartner Rendi Aclan

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Sekretariat der Klinik für Unfallchirurgie

Rendi Aclan Tel.: 05141 72-7383 Fax: 05141 72-1109